{"id":219,"date":"2018-05-27T17:28:18","date_gmt":"2018-05-27T15:28:18","guid":{"rendered":"http:\/\/bkt.blog.muenster.org\/?page_id=219"},"modified":"2026-01-02T20:14:48","modified_gmt":"2026-01-02T19:14:48","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bkt.blog.muenster.org\/?page_id=219","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"line-height: 1.2;font-size: 24px;font-family: Georgia, Palatino, 'Times New Roman', Times, serif;font-weight: lighter;color: #333333;font-style: normal;letter-spacing: normal;text-align: -webkit-left;text-indent: 0px;background-color: #ffffff\">R\u00fcckblick auf Ausbildungen zu k\u00fcnstlerischen Therapien<br \/>\n<span style=\"font-size: medium\">aus pers\u00f6nlicher Erinnerung des auf diesem Gebiet seit 1973 t\u00e4tigen Gr\u00fcnders<\/span><\/h2>\n<p align=\"justify\">Die ersten Fort- und Weiterbildungsseminare zur Musiktherapie hatte ich bereits im Rahmen meiner ersten hauptamtlichen Anstellung in Freiburg mit interessierten Lehramtsstudierenden durchzuf\u00fchren begonnen. Als Doktorand der Musikwissenschaft hatte ich hierzu ausgew\u00e4hlte Musik eingesetzt und die gefilmten Reaktionen der darauf sich zur Musik Bewegenden gefilmt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Inspiriert aber haupts\u00e4chlich durch die rhythmische Erziehung, deren \u00fcberaus wichtige Bedeutung ich als Lehrer am Gymnasium in dem f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Musik bekannten Donaueschingen erfahren konnte, hatte ich bereits 1973 meine ersten Seminarveranstaltungen zur Musikpsychologie und Rhythmik auf die Einrichtung eines Studiengangs Musiktherapie ausgerichtet. Dieser sollte sowohl die im Musikunterricht erfahrene und erprobte Verbindung von Musik und Bewegung im Hinblick auf die Schule, aber auch im Hinblick auf das Gesundheitswesen ber\u00fccksichtigen. Das Konzept ist nachzulesen in dem zun\u00e4chst von Hans Heinrich Eggebrecht, Ordinarius f\u00fcr Musikwissenschaft an der Universit\u00e4t Freiburg, 1970 angenommenen Dissertationsthema (<a href=\"http:\/\/bkt.blog.muenster.org\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2022\/11\/Eggebrecht-Gutachten-10.4.70.pdf\">Gutachten<\/a> und <a href=\"http:\/\/bkt.blog.muenster.org\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2022\/11\/Eggebrecht-Ulm-5.9.72.pdf\">Empfehlung<\/a>) und 1977 publizierten, mit &#8222;summa cum laude&#8220; ausgezeichneten Buch <a href=\"http:\/\/www.amazon.com\/Studie-Motivation-Musikunterricht-Musikverstehens-Musikwissenschaft\/dp\/3764921455\">\u201cStudie zur Motivation im Musikunterricht: Ein Beitrag zur Didaktik des&nbsp; psychophysischen Musikverstehens (Perspektiven zur Musikpadagogik und&nbsp; Musikwissenschaft)<\/a>\u201d.<\/p>\n<p align=\"justify\">Da ich die Seminare zur Musikpsychologie alsbald zusammen mit dem dort t\u00e4tigen und f\u00fcr Musiktherapie aufgeschlossenen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ph-freiburg.de\/suche\/person.html?tx_ttaddress_listview%5Baction%5D=show&amp;tx_ttaddress_listview%5Baddress%5D=149&amp;tx_ttaddress_listview%5Bcontroller%5D=Address&amp;cHash=e1de495ea9d5689a7764d2d1d5b51615\">Prof. Dr. J. Jahnke<\/a> durchf\u00fchrte, teilten wir uns die Rollen zur Etablierung eines in Deutschland noch v\u00f6llig unbekannten Musiktherapiestudiengangs auf. (Es gab das Pilotprojekt an der Fachhochschule Heidelberg, in dem ich der vom Ministerium in Stuttgart 1986, also sehr viel sp\u00e4ter beauftragte externe Gutachter war), m. W. aber keineswegs einen Musiktherapiestudiengang in Hamburg). Herr Jahnke sorgte f\u00fcr das notwendige Einverst\u00e4ndnis von Seiten der Psychologen, ich aber unternahm au\u00dferhalb meiner Dienstverpflichtung Bewegungsstudien mit Musikstudierenden, die mit Hilfe der Mitarbeiter der dortigen Mitschauanlagen gefilmt und in aufwendigen empirischen Studien in quantitativer und qualitativer Hinsicht sowohl im Sinne von MUSIK-Psychologie als auch von Musik-PSYCHOLOGIE ausgewertet wurden. F\u00fcr diese Forschungen erhielt ich \u201csumma cum laude\u201d und eine Geldpr\u00e4mie. Mein Buch war f\u00fcr so bedeutungsvoll angesehen worden, dass es die in Regensburg&nbsp; nach 26 B\u00e4nden 2003 wegen Ende des Bosse-Verlags erschienenen Reihe \u201cPerspektiven zur Musikp\u00e4dagogik und Musikwissenschaft\u201d er\u00f6ffnete.<\/p>\n<p align=\"justify\">Schweren Herzens sah ich mich gezwungen, mich besser von Freiburg wegzubewerben und der Bitte, nach M\u00fcnster zu kommen, nachzugeben, einerseits damit es mir nicht so ergehe wie meinem Vorg\u00e4nger, der nach Ablauf seiner Zeit nach sechs Jahren nicht mehr in den Schuldienst \u00fcbernommen worden war, und andererseits wegen des dort lebenden und meine Hilfe erbetenen Bruders. Eine R\u00fcckkehr zur Beamtung auf Lebenszeit war mir vom Oberschulamt als sehr unwahrscheinlich verk\u00fcndet worden, als ich meine Beamtung auf Lebenszeit durch meinen Wechsel in die Hochschullaufbahn aufgegeben hatte. Gleich meine erste Bewerbung war erfolgreich. Doch das in Freiburg so bestens unterst\u00fctzte Vorhaben, einen Studiengang Musiktherapie zu gr\u00fcnden, stie\u00df in M\u00fcnster besonders unter den dortigen Musikp\u00e4dagogen auf heftige Abwehr, die erst \u00fcberwunden werden konnte, als sowohl Mitglieder des Psychologischen Instituts wie <a href=\"http:\/\/www.trauer.ms\/Traueranzeige\/Walter-Schurian-2012-03-11--11175097\">Prof. Dr. W. Schurian<\/a> und die Medizinische Fakult\u00e4t mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rainer_T%C3%B6lle\">Prof. Dr. R. T\u00f6lle<\/a>&nbsp;als auch das Seminar f\u00fcr Musikwissenschaft mit der dortigen&nbsp;<a href=\"http:\/\/bkt.blog.muenster.org\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2018\/11\/Musiktherapie-Konzerte-gedreht.pdf\">Prof. Dr. Maria-Elisabeth Brockhoff<\/a>, die auch&nbsp;promovierte \u00c4rztin und einflussreiche Dekanin der Philosophischen Fakult\u00e4t war, der Etablierung des Musiktherapiestudiengangs zugestimmt hatten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Da ich mit den Lehrveranstaltungen zu Musiktherapie als Angewandter Musikpsychologie sofort nach meinem Umzug nach M\u00fcnster sowohl an der damaligen P\u00e4dagogischen Hochschule und au\u00dferdem an der Volkshochschule begonnen hatte und auf gro\u00dfe Resonanz gesto\u00dfen war, f\u00fchrte ich nahezu regelm\u00e4\u00dfig an Wochenenden in umliegenden Fortbildungsh\u00e4usern wie in Nordwalde, auf dem Annaberg in Haltern, in Coesfeld u.a. weiterlaufende Kurse durch. Von diesen hatte der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Holtkemper erfahren. Er lud mich ein, sie im Rahmen der von ihm im Auftrag des Arbeitsamts organisierten Umschulungsma\u00dfnahmen anzubieten. Anhand dieses Beispiels organisierte ich dann eine eigene, beim Arbeitsamt M\u00fcnster angemeldete Fortbildung unter dem Namen \u201cAkademie f\u00fcr Musik- und Tanztherapie\u201d.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.k\u00fcnstlerischetherapien.de\/Geschichte\/Prag%202000-09-01%2013.46.10.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.k\u00fcnstlerischetherapien.de\/Prag%202000-09-01%2013.46.10_small.jpg\" align=\"left\" border=\"2\"\/><\/a>Diese Fortbildungseinrichtung erwies sich als derart erfolgreich, dass ich dar\u00fcber auf einem Kongress an der Karls-Universit\u00e4t Prag 1990 referierte. Unter den Zuh\u00f6rern war der ber\u00fchmte&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bkmt.de\/Mihule.pdf\">Prof. Dr. Jaroslav Mihule<\/a>,&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.rozhlas.cz\/vltava\/host\/_zprava\/jaroslav-mihule-muzikolog-autor-publikaci-o-bohuslavu-martinu--1570436\">Martinu-Biograph<\/a> und begnadeter Pianist und damals Vizepr\u00e4sident der Karls-Universit\u00e4t Prag. Nach meinem Vortrag war er auf mich zugekommen und hatte sofort gefragt, ob diese Fortbildungsveranstaltungen als offizieller Studiengang an der Karls-Universit\u00e4t Prag etabliert werden k\u00f6nnen. Daraus wurde dann das internationale Fernstudium (multimodale) &#8222;Kunsttherapie&#8220; mit mir als Zust\u00e4ndigem f\u00fcr Musik- und Tanztherapie mit dem Austausch der deutschen und tschechischen Studierenden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Zwar hatte der Senat der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln <a href=\"http:\/\/tanzwissenschaft.de\/aus_dem_artikel_in_zeitorat durchgef\u00fchrten anonymen Erhebungen zur Qualit\u00e4t meiner Lehre \u00fcberragend beurteilt worden war, nicht l\u00e4nger aus und nahm den schon &lt;a href=\">1987<\/a> die Einrichtung eines Zusatzstudiengangs f\u00fcr Musik- und Tanztherapie ohne Gegenstimme beschlossen. Doch nahmen die von einem Ehepaar meines K\u00f6lner Instituts f\u00fcr Musik- und Tanzp\u00e4dagogik der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln, beide Dipl.-Sportlehrer mit nur 6 Semestern Studium und von meinem Vorg\u00e4nger in Lebenszeitpositionen als Lehrkr\u00e4fte f\u00fcr besondere Aufgaben angestellt, organisierten Sabotagen und Verleumdungen ein unertr\u00e4gliches Ausma\u00df an.<\/p>\n<p align=\"justify\">Deshalb nahm ich den Wunsch der Universit\u00e4t M\u00fcnster, das Prager Fernstudium an die Universit\u00e4t M\u00fcnster zu holen, gerne an. Als Korrektiv zu dem von mir gegr\u00fcndeten, aber nicht mehr unter meiner Leitung stehenden, mehr und mehr an Renomm\u00e9e verlierenden und mangels Interessenten zun\u00e4chst 2010, endg\u00fcltig 2012 eingestellten&nbsp; Diplom-Zusatzstudiengangs Musiktherapie war dieses alternative berufsbegleitende <a href=\"http:\/\/musiktherapie.kuenstlerischetherapien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Pulsschlag-4-2002.jpg\">Weiterbildungsstudium<\/a>&nbsp;f\u00fcr&nbsp;<a href=\"http:\/\/musiktherapie.kuenstlerischetherapien.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/HIS-Musik-_und_Tanztherapie.pdf\">Musik- und Tanztherapie<\/a>&nbsp;sehr willkommen und wurde an die Medizinische Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t M\u00fcnster angebunden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nachdem ich aufgrund meiner Pensionierung keinen Anspruch auf den bei vielen Lehrenden sehr beliebten Spiegelsaal mehr hatte, nutzten wir die an uns ergangene Einladung, die Wochenendveranstaltungen in der <a href=\"http:\/\/www.kuenstlerischetherapien.de\/\">Heroldstr. 29<\/a>&nbsp;durchzuf\u00fchren. Dieses Geb\u00e4ude haben wir schlie\u00dflich \u00fcbernommen und so umgebaut, dass es vom Bauordnungsamt f\u00fcr Lehrveranstaltungen genehmigt wurde. Zwar sind betr\u00e4chtliche Mietkosten aufzubringen; doch erm\u00f6glicht es im Gegensatz zu den R\u00e4umen in der Universit\u00e4t, die w\u00e4hrend der Woche f\u00fcr Lehrveranstaltungen ben\u00f6tigt werden, eine Nutzung rund um die Uhr, was sich f\u00fcr das langsam bekannt werdende orgin\u00e4re Angebot von <a href=\"http:\/\/bkt.blog.muenster.org\/?page_id=447\">Intensivkompaktwochen<\/a>&nbsp;sehr positiv bemerkbar macht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Soweit also in K\u00fcrze die Anf\u00e4nge der wechselhaften Story der Fort- und Weiterbildung und der Akademie f\u00fcr Musik-, Tanz- und Kunsttherapie unter der Tr\u00e4gerschaft des am 16.4.1984 gegr\u00fcndeten Verbands BKT g.e.V.<\/p>\n<p>Weitere Hinweise finden sich auf der Webseite <a href=\"https:\/\/bkt.blog.muenster.org\/?attachment_id=2285\">Zur Odyssee eines Pioneers der in den Jahrzehnten seit 1972 gro\u00dfenteils bis heute verschwiegenen Versuche zur Etablierung K\u00fcnstlerischer Therapien an Universit\u00e4ten<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00fcckblick auf Ausbildungen zu k\u00fcnstlerischen Therapien aus pers\u00f6nlicher Erinnerung des auf diesem Gebiet seit 1973 t\u00e4tigen Gr\u00fcnders Die ersten Fort- und Weiterbildungsseminare zur Musiktherapie hatte ich bereits im Rahmen meiner ersten hauptamtlichen Anstellung in Freiburg mit interessierten Lehramtsstudierenden durchzuf\u00fchren begonnen. 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